2006-05-15

Augenblicke der Wahrheit - Hebräisches Denken

Wahrheit. Was ist Wahrheit?

Ein paar Gedanken dazu:

Nach dem griechischen nun das hebräische Wahrheitsverständnis, zitiert nach der Präsentation bei FollowTheRabbi.com:
Hebrews see the ultimate in truth as religious and experiential. When looking at Scripture, they focus on what was done and who did it. They come to believe truth as they experience it.

Hebrews see truth as unfolding.
Bisherige Augenblicke der Wahrheit:
- Katholische Kirche
- Jesus und Pilatus
- Griechisches Denken

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4 Kommentare:

Am 5/15/2006 04:17:00 nachm. schrieb Anonymous kapeka

Ich halte nix von dieser Unterscheidung zwischen hebräischem und griechischem Denken. Das erscheint mir sehr konstruiert. Natürlich, es macht sich toll auf Präsentationen, ist schön plakativ griffig. Aber es ist nur schwer zu begründen, wie man auf diese Idee kommt.

Die linguistischen Argumente (aletheia vs. emeth) wurden schon vor 30 Jahren von James Barr widerlegt und sind nicht mehr zu halten. Und sonst hab ich keine gute Begründung für diese These gelesen. Ein Unterschied wird immer vorausgesetzt,und da es so toll und plausibel klingt, hinterfragt das keiner.

 
Am 5/17/2006 03:20:00 nachm. schrieb Blogger Hufi

Ich habe ehrlich gesagt mich damit noch nicht genauer beschäftigt. Habe aber heute mal mit einem Dozenten darüber gesprochen, der meinte, dass ich dazu bis zum Lebensende studieren und forschen könnte.

Die beiden Zitate sind natürlich ziemlich pauschal und es gibt natürlich auch nicht das eine "griechische" und das eine "hebräische" Denken. Aber wenn man sich das Denken, das Weltbild, das Wahrheitsverständnis des Alten Testaments/der Menschen des ATs mit dem klassischen griechischen Denken vergleicht, findet man sicherlich Unterschiede und in diese Richtung gehen die Zitate...

 
Am 5/17/2006 07:01:00 nachm. schrieb Anonymous kapeka

Und das müsste mir mal jemand nachweisen. Problematisch wird es schon alleine dadurch, dass wir vom klassischen hebräischen Denken nur durch die Texte der Bibel wissen. Und das ist ja eine bestimmte Sorte von Literatur, trotz der inhaltichen und stilistischen Varianz. Auf jeden Fall ist das nicht zu Vergleichen mit der Fülle an Literatur in z.B. griechischer Sprache.

Und dann welches Denken bei den Griechen? Das der altgriechischen Philosophen 1000 v. Chr bis ca. 500 v. Chr? Oder das des Hellenismus? Die griechischen Mysterien?

Da ergeben sich für mich schon so viele Probleme alleine aus den paar Beispielen, dass ich eine solche Gegenüberstellung generell lassen würde. Ich meine, es ist ja nicht falsch, zu betonen, dass unser Denken nicht nur abstrakt sein soll, sondern im Leben, in der Beziehung verankert sein muss. Aber ich würd das nicht an diesen Begriffen festmachen. Da denke ich doch wieder "griechisch" :-P ;-)

 
Am 5/17/2006 11:57:00 nachm. schrieb Blogger Hufi

Also: Ich erahne da einen Unterschied, ohne genauer nachgeforscht zu haben und ich kann auch hier mit diesen pauschalen Begriffen leben. Man könnte auch sagen, dass ich einfach zu faul bin mich (jetzt) noch näher damit zu beschäftigen (vielleicht später einmal).
Die beiden Posts sind ja auch nicht meine persönliche Meinung, sondern sollen einfach verschiedene Herangehensweisen zum Thema Wahrheit zeigen.

 

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