2006-08-11

Augenblicke in Kenia 010 - Rundmail

Hier nach mal wieder eine meiner Rundmails:

Liebe Freunde (und wer sonst so diese Rundmail liest),

inzwischen steht fest, dass wir schon am Mittwoch Nakuru Richtung Nairobi verlassen. Von dort werden wir von Donnerstag bis Samstag in den Masai Mara Nationalpark fahren (der beruehmteste Park Kenias). Das ist etwas, was man gesehen haben muss, wenn man in Kenia ist. Von Samstag bis Dienstag sind wir dann noch in Nairobi, bevor es zurueck geht. Ich freue mich (einige von) euch bald wiederzusehen.

Die letzten Tage wurden und werden wir von vielen Leuten zum Essen eingeladen, was immer sehr nett und lecker ist. Ansonsten ist wie gesagt keine Schule mehr, daher haben die Kids und wir viel Freizeit. Es ist also genuegend Zeit zum Spielen, Rumalbern und Reden. Ich bin jetzt schon traurig, dass ich die Kids bald verlassen muss. Sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen.
Bis gestern waren einige Schueler ein Highschool aus Sued-Ost Kenia bei uns auf dem Gelaende. Sie haben beim Kenya Music Festival teilgenommen. Anfangs waren sie alle recht schuechtern, aber nachher haben wir uns mit vielen sehr gut verstanden. Sie haben bei dem Festival verschiedene Taenze und Lieder vorgetragen und auch einen Preis gewonnen. Extra fuer uns haben sie in der Schule auch einen Masai-Tanz vorgefuehrt. Gestern sind wir dann mit ihnen zu dem Festival, wo wir viele Taenze aus ganz Kenia sehen durften. Ein schoenes Erlebnis.

Ach so, es gibt auch eine Website unserer Schule bzw des Heims: http://newlife-africa.com - leider nur auf Daenisch.Es ist auch moeglich eine Patenschaft fuer ein Kind zu uebernehmen (vielleicht kann ich euch dann ueber euere Patenkind ein paar Geschichten erzaehlen und Fotos zeigen) oder so das Projekt finanziell zu unterstuetzen. Schaut auf der Website oder meldet euch bei mir.

Kwa heri,
Daniel

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2006-07-04

Augenblicke in Kenia 001 - Ankunft

Hier ein Auszug aus meiner ersten Rundmail aus Kenia:

Jambo!

Ich bin angekommen. Gut angekommen. In Kenia. In Nairobi.

Das war auch schon die wichtige Info, die ich euch mitteilen wollte.

Jetzt kommen die nicht ganz so wichtigen Infos:

- Der Flug war echt gut, Qatar Airways kann man empfehlen. Bis Katar hatte sogar jeder einen eigenen Monitor mit einer riesigen Auswahl an Filmen und viel guter Musik.

- In Katar waren wir um 5:30 Uhr, da war es schon extrem heiß, beim Abflug um 8 Uhr noch extremer. Ansonsten ist der Transit-Bereich des Flughafens nicht so spektakulär. Wobei der Flughafen erst seit 2005 gebaut wird, der wird bald riesig sein.

- In Nairobi mussten wir zuerst ein Visum beantragen, was absolut problemlos ging. Dann wurden wir direkt abgeholt. Wir fuhren mit dem Land-Rover 40 Minuten am Rand von Nairobi bis zum Gelände der SIM. Die Fahrt war super spannend, da wir so vieles sehen konnten: Die nicht so sauberen Straßen, die sehr unterschiedlichen Autos (die alle links fahren), die vielen vielen Menschen, die neben der Straße gehen oder stehen, die Bäume, die riesigen Vögel in manchen Bäumen, die einfachen, heruntergekommenen Hütten, die großen Häuser, die Leute, die irgendwas verkaufen, die kleinen Märkte, die kaputten LKWs, die mitten auf der Straße stehen bleiben... Afrika eben.
Jetzt sind wir auf dem SIM-Gelände angekommen. Ab morgen bekommen wir hier eine "Kenia-Einführung" und am Donnerstag geht es dann los nach Nakuru.

Danke für alle Gebete und Gedanken und Worte!

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2006-08-28

Augenblicke in Kenia 013 - zurück

Bin jetzt schon wieder ein paar Tage in Deutschland.
Bin im schönen Waldecker Land.
Was leider ohne DSL leben muss.
Daher gibt's nur nach und nach Kenia-Bilder bei flickr: ein Augenblick.
Aber es wird mit der Zeit immer mehr geben.
Ich hatte zwar irgendwann keine eigene Kamera mehr,
aber ich durfte Sammys mitnutzen.
Daher habe ich jetzt 14 CDs mit Bildern.
10 davon habe ich heute mit meinem Patenkind gesehen.
4 Stunden Bilder. Ohne Pause.
Soviele werde ich bei flickr nicht hochladen.
Es sei denn, jemand sponsort mir einen pro-account.
Bis dahin wird's hier noch einige Gedanken über Kenia...

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2006-07-13

Augenblicke in Kenia 003

Mal wieder Auszuege aus meiner Rundmail (wer sie direkt bekommen will, kann sich einfach melden: ein.augenblick (aet) web.de):

- Habari?

- Mzuri sana!

Das war Kisuaheli.


- How are you?

- Fine.

Das war Englisch.


- Wie geht’s?

- Sehr gut!

Das war Deutsch.

Soweit die Begruessung. Das muss sein. Am besten schuettelt man dabei die ganze Zeit die Hand des anderen. Bevor man das getan hat, sollte man nichts fragen oder sagen, auch wenn man auf der Strasse nur nach dem Weg fragen will. Wir sagen das meistens auf Englisch, was auch wirklich viele hier sprechen und verstehen (der Unterricht ist auch hauptsaechlich auf Englisch). Auch wenn wir irgendetwas anderes sagen oder fragen (oder auch gar nichts) antworten viele mit „fine“.

Die Antwort oben stimmt aber auch wirklich. Mir geht es hier sehr gut. Ich vertrage das Essen, Wetter (hier ist gerade die kaelteste Jahreszeit, was ganz angenehm ist) und habe mich schon gut an das Leben hier gewoehnt: Wir leben zu zweit in einem kleinen Zimmer, in dem Platz fuer ein Hochbett, unsere beiden Koffer und einem kleinen Tisch, den wir aber nur als Ablage nutzen, ist. Fliessend Wasser gibt es nicht (aber wir bekommen immer eine Schuessel mit warmen Wasser zum Waschen) und die Toilette besteht aus einem kleinen Loch im Boden.
Wir leben hier auf dem Gelaende der Filadelphia Schule und Kirche. Das Gelaende ist, wie viele in Kenia, von einer Mauer umgeben und rund um die Uhr sitzt ein Guard am Tor. Ich versuche mal aufzuzaehlen, was alles hier auf dem Gelaende ist: Ein grosses Kirchengebaeude. Das Haus des Pastors. Das alte Kirchengebaeude. Ein paar Buero-Raeume. Ein „Frauen-Krisen-Zentrum“, wo zur Zeit ca. 10 Frauen (teilweise mit kleinen Kindern) eine Unterkunft gefunden haben und wo taeglich ca. 40 Frauen lernen, wie sie mit dem, was man auf der Strasse findet, Geld verdienen kann (sie machen z.B. aus Plastiktueten, die ueberall rumfliegen, schoene Taschen). Einige Schulraeume (von Vorschule bis Klasse 8) - zur Schule gehen ca. 500 Kinder, die entweder auf der Strasse leben oder aus sehr armen Familien kommen – alle Schueler bekommen hier zwei Mahlzeiten, fuer einige das einzige Essen am Tag, das ganze ist fuer die Schueler bzw. Eltern kostenlos. Auch fuer Erwachsene oder Jugendliche, die nie zur Schule gegangen sind, gibt es hier Unterricht, z.B. Kleider naehen und auch Computerkurse. Ausserdem gibt es hier zwei Heime fuer Strassenkinder, eins fuer Jungs, eins fuer Maedchen - dort leben ca. 70 Kinder. Und es gibt noch ein Wohnheim fuer ein paar Schueler bzw. Studenten, die nicht unbedingt hier zur Schule gehen – in diesem Haus ist auch unser Zimmer.
Es ist wirklich super, was hier fuer die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die aus absoluter Armut kommen, getan wird. Ich bin sehr froh, dass ich hier Praktikum machen kann.

Was mache ich denn den ganzen Tag?
7:00 Fruehstuck: Milchtee und Toastbrot.
7:30 Freiwilliges Bibel lesen und Beten der Lehrer
8:00 „Sunday School“ mit den Klassen 6, 7 und 8: Dort wird gesungen, gebetet und jemand spricht ueber einen Bibeltext (was oft ich bin\sein werde).
8:45-13:00 In dieser Zeit assistiere ich einem Lehrer in Klasse 2 (die Schueler sind zwischen 8 und 13 Jahre alt), v.a. bedeutet das, die Aufgaben zu korrigieren
13:00 Mittagessen (irgendwas Kenianisches mit Ugali (wird aus Maismehl hergestellt), Kartoffelnoder Reis)
Danach: Ausruhen, mit den Kindern Zeit verbringen, in die Stadt gehen, Mittwoch und Freitag nochmal „Bible Studies“...
19:00 Abendessen (siehe Mittagessen)
20:30 Bible Study entweder bei den boys oder girls (auch dort duerfen Sammy und ich immer sprechen)

Nach diesem Praktikum wird es fuer mich kein Problem mehr sein, spontan ueber irgendeinen Bibeltext zu reden...

Am Wochenende waren wir mit einigen Leuten aus Daenemark auf einem Einsatz in den Bergen, bei Menschen, die wirklich noch sehr, sehr einfach leben: Sie haben eine kleine Huette, ein paar Ziegen, Mais und vielleicht auch ein Huehner. Das war’s. Ein Arzt und eine Medizinstudentin haben einigen Leuten medizinisch geholfen, wir haben zu 500 Schuelern gesprochen, die dort zufaellig versammelt waren und abends wurde ein Film gezeigt (mit Generator). Am Sonntag konnten wir mit ein paar Leuten etwas in die Berge gehen und sehen, wie einzelne Familien leben, danach gab es ein Gottesdienst und dann mussten wir auch schon wieder fahren.

Viele Gruesse aus Nakuru, Kenia!

Daniel


PS: Mehr Fotos gibt's wie immer bei flickr.

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2006-08-16

Augenblicke in Kenia 011 - Nairobi

Bin in Nairobi.
Nicht mehr in Nakuru.
Musste mich heute morgen von den Boys und Girls verabschieden.
Fiel mir nicht leicht.
Gestern Abend sagten wir ihnen:
We love you all!
Und das stimmt.
Ich vermisse sie.
Schon jetzt.

Bin in Nairobi.
Morgen in Masai Mara.
Freue mich sehr.
Unendlich viele Tiere.
Drei Tage lang.
Bin sehr gespannt darauf.

Bin in Nairobi.
In einer Woche zu Hause.
Freue mich.
Auf euch und so.
Werde Kenia vermissen.

Bin in Nairobi.

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2006-07-29

Augenblicke in Kenia 007 - Worship

Gestern Morgen und Nachmittag war ich bei der Sunday School fuer die Klasse 4 und 5. Jeden Morgen und Freitags nachmittags ist das Pflicht fuer alle Schueler. Dort wird gesungen, gebetet und einer haelt eine kurze Predigt.
Bei dieser Gruppe, wo ich gestern war, ist es echt faszinierend. Die haben ein paar Vorsaenger, die vorne stehen, alle singen und klatschen mit und einige trommeln, mit Loeffeln, Stoecken, wasauchimmer auf den Tischen und so. Und dann machen die auch noch Bewegungen zu den Liedern und irgendwann fangen sie an zu tanzen, auf den Baenken, vorne, hinten, oben, unten, ueberall. Das geht mehr ab, als irgendwelche Partys in Deutschland. Von soviel Begeisterung koennen die Bands beim Tabor Jugendtreffen und auch beim Freakstock auf der Mainstage nur trauemen...
Und das ganze ohne Erwachsene/Lehrer, die sie anleiten. (Wenn die Lehrer weg sind, geht es sogar noch mehr ab).
Wenn ich bald wieder in Deutschland bin und mal schlecht drauf bin, werde ich mir einfach die Bilder und Videos angucken...

Ach so, Freakstock. Vom 3. bis 6. August. In Gotha. Ich kann das erste Mal in diesem Jahrtausend nicht dabei sein :-(. Aber ihr koennt. Deshalb: Geht hin. Es gibt keine Entschuldigungen - Es sei denn ihr besucht mich in Kenia.

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2006-08-19

Augenblicke in Kenia 012 - Masai Mara

Praise the Lord.
Amen.
Praise the Lord once again!
Amen!

Loewen, Geparde, Gnus, Gazellen, Bueffel, Hyaenen, Elefanten, Dikdiks, Zebras, Giraffen, Antilopen, Strausse, Warzenschweine, Hippos, Baeume, Strauecher, Gras, Weite, Himmel, Sterne, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang.

Praise the Lord!
Amen!

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2006-08-07

Augenblicke in Kenia 009 - Hochzeit

Am Samstag gab es eine Party auf dem Filadelfia Compound. Alle boys, alle girls und einige weitere Gaeste. Besonderer Anlass war die Hochzeit der Tochter der daenischen Missionare. Sie hat vor 2 Wochen in Mombassa am Strand geheiratet. Es war ein toller Abend mit leckerem Essen, vielen Liedern, ein Theater-Stueck, dem Hochzeitsvideo (wirklich traumhaft). Und ich durfte auch 10 Minuten etwas sagen. Ich habe ueber Freundschaft (Sprueche 18,24) gesprochen, was ja auch zu einer Ehe gehoert. Ich habe auch von meinen guten Freunden in Deutschland erzaehlt (danke an euch fuer die Freundschaft) und von meinem besten Freund Jesus (danke!). Und auch von meinem Eltern, die an Samstag 28. Hochzeitstag hatten. Als ich das erzahelte, applaudierten die 100 Leute im Raum. Also Glueckwuensche und Dank an meine Eltern!

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2006-08-04

Augenblicke in Kenia 008 - Schulweg

Gestern ging ich einfach so mit einigen Schuelern von der Schule nach Hause. Am Anfang folgten mir sehr viele Kinder, nach 400m kamen noch Schueler einer anderen Schule dazu. Dann fingen einige an, mir zu sagen, dass ich zurueck gehen soll, weil ich ansonsten verloren gehe. Aber ich meinte, dass ich den Weg kenne. So gingen wir weiter. Fuer die vielen Leute am Strassenrand, war das eine noch groessere Attraktion, als wenn nur Sammy und ich durch die Strassen gehen. Kleine Kinder schreien hier immmer, wenn sie einen (Weissen) sehen: "Muzungu!"; "How are you?"...
Die Strassen, durch die wir gingen, wurden immer dreckiger und schlechter und die Kinder um mich herum immer weniger. Wir waren in den Slums von Nakuru.
Ich hatte mir die beiden Kinder ausgesucht, die am weitesten weg wohnten. So kamen wir erst nach 40 Minuten am auessersten Rand von Nakuru an. Die beiden haben mir ihr Haus gezeigt, was nur aus einem einzigen Zimmer fuer die ganze Familie bestand (keine Kueche, kein Bad). Das Zimmer hatte ungefaehr die Groesse eines Doppelzimmers in Tabor.
Ich ging dann bald zurueck, lehnte das Angebot der Fuenftklaesslerin ab, mich zur Schule zu bringen. Unterwegs traf ich noch einige andere Kinder von unserer Schule. Ein paar Jungs aus dem Kindergarten zeigten mir auch ihr zu Hause. Auch nicht groesser.
Es ist schon krass, wie hier viele Menschen und Kinder leben. Und das waren noch die, die Eltern und eine Wohnung haben, was hier absolut nicht selbstverstaendlich ist...

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Augenblicke woanders

Ich bin in Kenia.

Johanna ist auf Ibiza. Hat meine eigentliche Praktikumsidee umgesetzt und arbeitet mit 24-7-Prayer. Erlebt krasse Dinge. Und schreibt darueber auf johannaundchris.blogspot.com. Extrem lesenswert!
(Sorry, dass ich dich erst jetzt verlinke, Johanna!)

Und Anita ist in Dresden. Erlebt dort auch sehr viel tolles.
Nachzulesen auf ihrem Blog: an-ge-himmel-t.blogspot.com.

Auch die anderen Tabor-Leuten haben Praktikum, schreiben aber nicht so regelmaessig...

2006-07-25

Augenblicke in Kenia 006 - Kisumu

Am Sonntag sind Sammy und ich mit einem Matatu nach Kisumu gefahren. 3 Stunden extrem wacklige, laute Fahrt mit wenig Beinfreiheit, dafuer aber fuer 3 Euro.

In Kisumu, was am riesigen Victoria Lake liegt. Wir haben zwei Naechte bei einer deutsch-kenianischen Familie recht abgelegen in den Bergen gewohnt. Von dort hatte man eine wunderbare Aussicht (leider nicht auf den Viktoriasee). Vom See konnte man auch in Kisumu selbst nur ein kleines Eckchen sehen, die gigantische Flaeche (68.870 km²) konnte man nur schwierig erahnen.

Heute bei der Rueckfahrt haben wir 50 Cent mehr bezahlt und sassen dann ploetzlich in einem sehr viel komfortableren Matatu (mit nur 10 statt 15 Sitze). Sehr angenehm.

Und jetzt freue ich mich gleich wieder bei meinen neuen Freunden hier in Nakuru zu sein...

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Augenblicke in Kenia 005

Ein Auszug aus der Rundmail vom Samstag:


Wir sind beide wirklich froh, dass wir direkt auf dem Gelaende leben.
Wenn wir bei den Missionaren wohnen wuerden haetten wir sicherlich ein
etwas bequemeres Leben (Dusche, WC...), aber hier sind wir direkt bei
den Kindern und Jugendlichen. So koennen wir auch abends bei den
Andachten dabei sein, was ansonsten nicht moeglich waere, da wir
besser nicht im Dunkeln draussen unterwegs sein sollen. Und wir
koennen so auch die freie Zeit zwischendurch mit den Kids verbringen
und sie dadurch sehr viel besser kennen lernen (und sie uns).
Irgendwie scheinen die uns alle wirklich zu moegen, was bei frueheren
"Kurzzeitlern" manchmal nicht so einfach war. Und wir haben hier auch
schon wirklich Freunde gefunden.

Am Sonntag sollen wir beide im Gottesdienst jeweils 10 Minuten etwas
ueber uns und Gott sagen, ich bin mal gespannt. Der Gottesdienst
letzte Woche dauerte fast 4 Stunden!

Am Donnerstag waren wir im Lake Nakuru Nationalpark, der sehr nah ist
(aber trotzdem viel Eintritt kostet), dort haben wir ueber eine
Millionen Flamingos und auch ansonsten viele Tiere gesehen (leider
aber keine Loewen und Leoparden, Elefanten gibt es in dem Park sowieso
nicht).
Morgen fahren wir fuer 2 Tage zu einer deutschen Missionarsfamilie
nach Kisumu an den Viktoriasee.


Ansonsten freue mich wirklich sehr ueber jede Mail und auch echte Post
(Adresse kann ich euch schicken, wenn ihr sie haben wollt). Ich lese
sehr gerne eure Geschichten aus Deutschland oder sonstwo...

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2006-07-17

Augenblicke in Kenia 004 - Geburtstag

Am Samstag hatte ich Geburtstag. Und mir wurde auch auf kenianisch gratuliert (neben einigen E-Mails und Anrufen - danke!). Auf kenianisch gratuliert man, indem man "Happy Birthday" singt und dann das Geburtstagskind waescht, dass heisst sehr viel Wasser ueber es schuettet. Das wurde auch bei mir gemacht. Morgens von den Jungs, die dort in dem Heim leben und abends von den Maedels. Das war recht lustig und ich werde es sicherlich nicht vergessen. Leider hatte ich abends Handy und Kamera in den Hosentaschen, die ich nicht mehr rechtzeitig retten konnte (anrufen kann man mich aber noch, dass ist aber so ziemlich die einzige Funktion, die ich noch nutzen kann. Fotos kann ich jetzt erstmal keine mehr machen).
Dazwischen waren wir auf einer Demo des Woman Crisis Center und wurden dann von einem Lehrer durch Nakuru gefuehrt.
Auf jeden Fall ein unvergesslicher Geburtstag...

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2006-07-10

Augenblicke in Kenia 002 - Nakuru

Ich bin inzwischen in Nakuru angekommen und habe sogar ein Internet-Cafe gefunden, bei dem die Geschwindigkeit in Ordnung ist. (Nachdem es am Freitag woanders extrem langsam war, ich konnte noch nicht einmal Mails checken).

Zeit zum viel schreiben habe ich aber gerade nicht, aber bald schreibe ich mehr. Mir geht's auf jeden Fall gut hier...

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