2007-03-25

N. T. Wright: Die Auferstehung des Sohnes Gottes

Heinzpeter Hempelmann betont im Unterricht/Seminar immer wieder die Bedeutung und die (bzw. der) Historizität der Auferstehung Jesu. Zu diesem Thema gibt es auch ein Heftchen von dem englischen Bischof und bedeutenden (postmodernen) Theologen N. T. Wright: Die Auferstehung des Sohnes Gottes. Eine historische Perspektive. Das ist leider das Einzige, was bisher von N. T. Wright auf Deutsch erschienen ist (wer sorgt dafür, dass mehr übersetzt wird?) - übrigens herausgegeben von Hempelmann (der ja selbst sehr viele Bücher geschrieben hat).
Wrights Gedanken zur Historizität der Auferstehung sind auf jeden Fall sehr gut und ich denke, dass das Heft auch einen ersten Einblick in das Denken und Schreiben des N. T. Wright gibt. Für mich war es auf jeden Fall eine gute Lektüre zwei Wochen vor Ostern.
Sehr viele englischsprachige Texte von N. T. Wright (auch zum Thema Auferstehung) findet man unter ntwrightpage.com.

Labels: , ,

2007-03-20

Zitat für den Augenblick - 019

Ich sitze gerade an einem Referat über Martin Walser. Dafür lese ich auch etwas seinen heftig diskutierten Roman Tod eines Kritikers. Daraus ein Zitat:
Ich bin auf Erfahrung angewiesen. Leider. Erfahren geht ja viel langsamer als denken. Denken kann man schnell. Denken geht leicht. Denken ist keine Kunst. Denken ist großartig. Durch Denken wird man Herr über Bedingungen, unter denen man sonst litte. All das ist Erfahren nicht. (…) Erfahrungen sind nicht so leicht beherrschbar wie das Denken. Durch Denken herrscht man ja selber. Erfahrungen ist man eher ausgeliefert. Aber sie aufzeichnen hilft. Das ist auch eine Erfahrung.

Labels: , ,

2006-12-31

Jahrescharts 2006

Heute morgen habe ich auf VIVA die Top 10 der Top 100 der deutschen Verkaufscharts 2006 gesehen. Und irgendwie habe ich 4 der Lieder vorher noch nie gehört (Shakira, Texas Lightning, Eros Ramazotti & Anastacia und irgendsoein WM-Lied von Grönemeyer), aber ehrlich gesagt bin ich da auch nicht so böse drum...
Jahrescharts, die mir wichtiger sind, kann man zum Beispiel beim popkulturjunkie nachlesen.

Aber noch wichtiger für mich: Meine eigenen Charts des Jahres 2006:


Songs
1. Peter Bjorn And John - Young Folks (download MP3)
2. Coldcut - Walk a Mile in My Shoes (Henrik Schwarz Edit)
3. Pass Into Silence - Voices
4. Duma Soundsystem - Les Jinns
5. Tunng - Woodcat
6. Gnarls Barkley - Crazy
7. The Knife - Silent Shout
8. Hot Chip - Over and over
9. Milkshop - Sweet Harmony
10. The Whitest Boy Alive - Burning

und außer Konkurrenz:
Sean Paul - Give it up
(das war der Sommer-Hit in den Matatus in Kenia)


Alben
1. Pop Ambient 2006
2. Daniel Benjamin - Daniel Benjamin
3. Console - Mono
4. Ikon - Dubh
5. Sufjan Stevens - Songs for Christmas
6. Milkshop - Marzyciele
7. Maria Peszek - miasto mania
8. Katie Melua - Piece by Piece


Orte
1. Masai Mara
2. Plus-Lounge
3. der Küchensessel meiner Oma in meinem Zimmer
4. zone:bar, Cafe Trauma
5. 24-7 Prayer Marburg
6. der Raum vor unserem Zimmer in Nakuru, Kenia
7. Warschau
8. unsere Ecke im Lehrsaal 3
9. hinter den Plattenspielern
10. die engen Bänke eines Matatus

Bücher (in 2006 gelesen)
1. Rob Bell - Velvet Elvis
2. Anselm Grün - Mit Herz und allen Sinnen
3. Brian D. McLaren - A Generous Orthodoxy
4. Paulo Coelho - Der Alchimist
5. Patrick Süskind - Das Parfum
6. Mike Riddell - Auf der Suche nach dem Sinn und einem guten Essen
7. Bolger/Gibbs - Emerging Churches
8. Steven King - The Shawshank Redemption
9. Pagitt/Prill - Body Prayer
10. Jostein Gaarder - Sofies Welt
siehe: Bücher, die ich gelesen habe


Magazin
1. Tempo
2. Spex
3. intro
4. dran
5. fluter


Musikvideos
da haben sich andere die Mühe gemacht

siehe auch: Jahrescharts 2005

Nachtrag (2007-02-02):
Meine Nr. 1 "Young Folks" gibt's jetzt als legalen kostenlosen MP3 Download bei betterpropaganda. (via)

Labels: , , ,

2006-12-17

Bonhoeffer: Erlösungsreligion

Wie gesagt fasziniert mich gerade Bonhoeffer. Ich habe am Wochenende einfach mal durch 'Widerstand und Ergebung' geblättert und bin bei einem Brief vom 27.6.1944 hängengeblieben. Dort schreibt Bonhoeffer über das Alte Testament und das Christentum als Erlösungsreligion (passend zu meinen Gedanken über Erlösung).
Für ihn ist es klar, dass der Glaube im AT keine Erlösungsreligion ist, es wird vielmehr die diesseitige Geschichte Gottes mit Israel beschrieben. Und auch durch das Christentum wird für Bonhoeffer das Schwergewicht nicht ins Jenseits verschoben, auch das NT verweise auf das Diesseits. Bonhoeffer schreibt:
Der Christ hat nicht wie die Gläubigen der Erlösungsmythen aus den irdischen Aufgaben und Schwierigkeiten immer noch eine letzte Ausflucht ins Ewige, sondern er muß das irdische Leben wie Christus ... ganz auskosten und nur indem er das tut, ist der Gekreuzigte und Auferstandene bei ihm und ist er mit Christus gekreuzigt und auferstanden. Das Diesseits darf nicht vorzeitig aufgehoben werden.
Aussagen wie "auf das Leben hier kommt es ja nicht an", "es geht ja erst nach dem Tod richtig los", "das Leben ist nur eine Übung für die Ewigkeit" gefallen mir schon länger nicht. Ich glaube, dass unser Leben hier auf dieser Welt wichtig ist und auch unser Handeln Bedeutung hat...
Trotzdem stimme ich Bonhoeffer auch bei folgendem Zitat zu:
Auf dem Wege zur Freiheit ist der Tod das höchste Fest.

Ansonsten habe ich am Wochenende auch begonnen "Velvet Elvis: Repainting the Christian Faith" von Rob Bell zu lesen, wozu ich mich fast verpflichtet fühle. Denn durch eine Google-Suche nach Rob Bell sind immerhin schon 101 Menschen auf meinem Blog gelandet...


Labels: , ,